Erfolgreiche Skalierung von Lieferketten und Produktion
Die Herausforderung
Die neue geopolitische Zeitenwende stellt die RENK Group vor die strategische Herausforderung, die Produktionskapazitäten mittelfristig zu verdoppeln. Die damit verbundene Wachstumsdynamik erfordert eine konsequente Abkehr von projektorientierten Strukturen hin zu einem skalierbaren, effizienten Seriengeschäft.
Gleichzeitig entstehen neue Anforderungen:
- An die Lieferantenbasis, um steigende Produktionsvolumina bei gleichzeitig hoher Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
- An das Produktionssystem, um das vorhandene qualifizierte Fachpersonal optimal und wertschöpfend einzusetzen.
Die Vorgehensweise
Zur Bewältigung dieser Transformation wurde ein integrierter, funktionsübergreifender Ansatz implementiert. Die Fokusbereiche waren:
- Einführung eines strukturierten S&OP-Prozesses zur Schaffung einer gemeinsamen, transparenten Sicht auf die erwarteten Absatz- und Produktionsumfänge und frühzeitige Abstimmung der Kapazitäten.
- Einführung einer definierten „Frozen Zone“ zur Stabilisierung von Planung und Steuerung.
- Ableitung einer belastbaren Kapazitäts-, Fertigungs- und Lieferantenbedarfsplanung. Und Überarbeitung der Planungslogik in Fertigung und Baugruppenmontage.
- Einführung eines Materialklassenkonzepts und Anpassung der Dispositionsparameter entsprechend der Bedarfe und des Verbrauchsverhaltens zur nachhaltigen Verbesserung.
- Glättung und Harmonisierung der Durchlaufzeitenentlang der gesamten logistischen Kette.
- Systematische Stärkung und Vertiefung der Zusammenarbeit mit den Lieferanten über Rahmenverträge und Mengenkontrakte zur Reduzierung der Wiederbeschaffungszeiten
Unsere Erfolge
Die Transformation wurde organisatorisch, prozessual und systemseitig verankert:
- Etablierung eines monatlichen S&OP-Boards mit klar definierten Regelungen zur Vorplanung von Serie, Ersatzteilen und Instandsetzungen sowie deren systemischer Abbildung und Fixierung eines Planungshorizontes.
- Konsolidierung der Lieferantenbasis und Schaffung der strukturellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Skalierung beiden Lieferanten inklusive einer deutlichen Senkung der Wiederbeschaffungszeiten.
- Einführung einer Verbrauchssteuerung zur Stabilisierung der Disposition sowie organisatorische Anpassungen zur klaren Verankerung der Dispositionsaufgaben im operativen Tagesgeschäft.
- Trennung der Montage von logistischen Tätigkeiten sowie Aufbau eines neuen, strukturierten Montageversorgungskonzeptes.
- Abbildung des Seriengeschäfts durch gezielte Prozessanpassungen in SAP unter konsequenter Nutzung des SAP-Standards zur Sicherstellung von nachhaltigem Wachstum.